Zur Kunst:
Das Material: Fundstücke aus der visuellen Geschichte – Fotos, Radierungen, Skizzen, Schriften – sind die Bausteine meines Schaffens.
Der Prozess: Im Prozess der digitalen Überlagerung und Verformung löst sich das Ausgangsmaterial vollständig auf. Aus dem Zusammenspiel von Programmen, Farben und Strukturen erwächst eine eigenständige Ästhetik auf einer neuen, oft abstrakten Ebene.
Das Resultat: Ein Werk, das seine Herkunft komplett vergessen hat. Meine digitale Kunst schert sich nicht um technische Dogmen oder starre Regeln. Ob 72 oder 300 dpi, ob klein oder großformatig – entscheidend ist nicht das Regelwerk, sondern die Wirkung auf das Auge. Technische Parameter wie Pixeldichte oder Bildmaße treten hinter das Seherlebnis zurück. Schönheit liegt ausnahmslos im Auge des Betrachters. Jedes Auge sieht anders, jedes Individuum bringt seine eigene Perspektive mit. Es gibt kein allgemeingültiges „Gut“ oder „Schlecht“ in der Kunst – nur den eigenen Standpunkt und die Freiheit der Perspektive. Kunst verlangt nach keiner universellen Bewertung – sie lädt dazu ein, Schönheit aus dem eigenen Standpunkt heraus neu zu entdecken.
